Wachphasen bei Babys von 0-24 Monaten

Wachphasen bei Babys von 0-24 Monaten

Die Wachphasen bei Babys sind eine spannende und sehr wichtige Thematik, um eine gute Schlafgrundlage für dein Baby zu legen. Wie lange kann mein Kind am Stück wach bleiben, sodass es nicht übermüdet ist? Wie ändert sich dies in den verschiedenen Lebensmonaten? Und was mache ich mit meinem Baby während der Wachphase, um es auch zu fordern und wieder müde zu machen? All diese Fragen beantworten wir im folgenden Artikel.

 

In den ersten 24 Monaten entwickeln sich Babys rapide und gehen durch verschiedene Phasen des Wachstums und der Entwicklung. In diesem Leitfaden werden wir die Wachphasen dem Alter entsprechend genauer untersuchen und dir helfen, die Bedürfnisse deines Babys in den jeweiligen Lebensmonaten besser zu verstehen.

 

Die Neugeborenenphase (0-3 Monate)

In dieser Phase sind Babys noch sehr klein, und die Länge der Wachphase ändert sich fast wöchentlich. In der ersten Woche können die Kleinen ihre Äuglein kaum für 30 Minuten offenhalten. Dann fangen sie aber an, ihre Umgebung wahrzunehmen, und die maximale Wachphase in der Neugeborenenphase beträgt maximal 90 Minuten. Danach sollte auf jeden Fall dafür gesorgt werden, dass das Kleine wieder schlafen kann.

In der Wachphase reichen oft ganz einfache Beschäftigungen aus – in erster Linie die Grundbedürfnisse abdecken, wie Windeln wechseln, Essen und, wenn noch Zeit ist, kannst du ihm zum Beispiel dein Gesicht zeigen und Grimassen schneiden. Es wird dir vieles nachmachen!

 

Die Entdeckungsphase (3-6 Monate)

In dieser Phase beginnen Babys, ihre Umgebung aktiver zu erkunden. Sie sind neugierig und interessieren sich für Spielzeug, insbesondere Geräusche und Lichter. Babys in dieser Phase benötigen mehr Stimulation und Unterhaltung wie ein Neugeborenes. Als Mama oder Papa kannst du deinem Kleinen dabei helfen, die Sinne zu entwickeln, indem du verschiedene Geräusche, Farben und Lichter in die Wachphase einbaust. Es muss aber nicht immer quietschbuntes Spielzeug sein – versuche einfach verschiedene Lebensmittel wie Reis, Nudeln oder Zucker in eine kleine Tupperdose zu füllen – durch das Schütteln entfalten sich ganz unterschiedliche Raschelgeräusche, die deinem Kind bestimmt gefallen werden. Die Wachphasen werden nun schon etwas länger sein, normalerweise zwischen 1,5-2,5 Stunden.

  

Die Interaktionsphase (6-8 Monate)

In dieser Phase werden Babys immer mobiler und beginnen, ihre motorischen Fähigkeiten zu entwickeln. Sie können sich drehen, oft schon sitzen und beginnen möglicherweise zu krabbeln. Babys in dieser Phase sollen ihre neugelernten Fähigkeiten in der Wachphase auch aktiv ausleben und üben können. Lass es durch die Wohnung krabbeln, und wenn du unterwegs bist, auch draußen, am Spielplatz oder in der Wiese (Tipp: Wollwalk oder Nasstücher mitnehmen). Somit vermeidest du, dass sie zur Schlafenszeit noch das Bedürfnis haben, sich großartig auszutoben. Die Wachphasen dauern in diesem Alter im Normalfall zwischen 2 und 3 Stunden.

 

Die Entwicklungsphase (8-14 Monate)

In dieser Phase beginnen Babys, die Welt um sie herum besser zu verstehen und sind in der Lage, einfache Handlungen nachzuahmen. Sie können sich hochziehen, möglicherweise stehen oder sogar die ersten Schritte machen. Babys in dieser Phase benötigen viel Freiraum zum Erkunden und altersgerechtes Spielzeug. Eltern können ihnen dabei helfen, ihre motorischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln, indem z.B. Spielzeug angeboten wird, das zum Laufen ermutigt. Auch hier gilt wieder: je mehr am Tag die neuen Fähigkeiten ausgelebt werden können, desto weniger hat das Baby das Bedürfnis, dies am Abend zu tun. Die Wachphasen können zwischen 3 und 4 Stunden dauern.

 

Die Forschungsphase (14-24 Monate)

In dieser Phase sind Babys bereits sehr aktiv und neugierig. Sie können laufen, sprechen und beginnen, ihre Umgebung aktiv zu erkunden. Die Wachphasen können zwischen 4 und 6 Stunden oder länger dauern, und meist machen sie nur noch ein Schläfchen am Tag. Babys in dieser Phase benötigen eine Vielzahl von Aktivitäten und Lernspielen, um ihre Entwicklung zu fördern. Eltern können dabei helfen, die kognitive Entwicklung zu unterstützen, indem sie beispielsweise spielerisch Farben und Formen einführen.

 

Wir haben euch in diesem Beitrag die verschiedenen Stadien der Entwicklung sowie die altersgerechten Wachphasen beigebracht. Wir hoffen, dass euch dies hilft, zukünftig ein Augenmerk auf die Müdigkeit eurer Kleinen zu werfen, um zu vermeiden, dass sie während des Tages übermüden. Dies erleichtert den Kleinen das Einschlafen immens, und sie schlafen statistisch gesehen auch länger am Stück.

 

 

 

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